| Pressestimmen zur Hannes-Flesner-Biografie
Ein ostfriesisches Multi-Talent:
Stimmungskanone, Foklore-Sänger, Schlagertexter, Pionier
des Musikjournalismus und Kenner von Rock, Pop & Jazz.....
das alles war Hannes Flesner. Das Buch wimmelt nur so von Geschichten
über die Stars und die Musik der 50er bis 70er Jahre. Dank
der vielen tollen alten Fotos und handschriftlichen Dokumente
eine liebevolle und durchweg authentische Biografie mit zahllosen
amüsanten Anekdoten, von denen man die meisten kaum irgendwo
sonst finden dürfte.
(Sabine Szimanski/Bremen Eins) |
Dieser Hannes Flesner promotete
Bill Haley für die Boulevard-Presse, schrieb über
Tony Sheridan und "Star-Club“-Tratsch, förderte
Achim Reichel beim Philips-Label, produzierte, sang ... und
vor allem: Flesner agiert nun posthum in einer atemberaubend
recherchierten und gestalteten Hochglanz-Dokumentation. Reportage,
Fotos, Zeitungs-Faksimilés und Plattencover en masse
lassen die Ära der 50 bis 70er phantastisch-plastisch lebendig
werden.
(Uli Twelker/Good Times Magazin) |
20 Jahre nach seinem Tod ist
der „Schangsongjeh“ Hannes Flesner in Ostfriesland
unvergessen. Er hat als „humoriger Ostfriese“ im
Fernsehen alle Klischees bedient und als erster Folk-Sänger
seiner Heimat ein herb-zartes Denkmal gesetzt. Dass Hannes Flesner
als Feuilleton-Chef der Hamburger „Bild“ (Tatsache,
so was hatte „Bild“ in den 50er Jahren) auch ein
wegweisender Musikjournalist war, das würdigt ein Buch
zu seinem 75. Geburtstag. In seiner etwas schüchtern klingenden
Rubrik „Für alle, die Jazz lieben“ förderte
Flesner mit Leidenschaft Miles Davis, Ella Fitzgerald und Louis
Armstrong. Als Promoter und Texter arbeitete Flesner mit solch
illustren Größen wie Alexandra, Rex Gildo, Medium
Terzett, Nana Mouskouri oder Catarina Valente zusammen, die
in den 60er Jahren den Hochglanz der deutschen Samstagabend-Unterhaltung
darstellten. Mit seiner erfreulich unsentimentalen Biografie
hat Werner Jürgens das Original Flesner in allen Facetten
ausgeleuchtet. [mehr...]
(Thomas Schumacher/taz) |
Das Buch ist eine hochinteressante
Reise in die deutsche Pop-Kultur seit Kriegsende. Vieles wusste
man noch nicht, an vieles erinnert man sich wieder und vieles
sieht man in neuen Zusammenhängen. Zu Recht wird an diesen
leider fast vergessenen Mann erinnert. Sehr gelungen, sehr kompetent.
Glückwunsch!
(Jochen Krause/Chef-Autor Radio ffn) |
Flesner (1928-1984) galt als
Stimmungskanone. Doch sein Biograf ist sicher: Das war nur eine
von vielen Seiten. Hinter dem Flesner, den er aus Fernsehsendungen
wie „Der Blaue Bock“ oder „Die Musik kommt“
kannte, entdeckte Werner Jürgens eine facettenreiche Persönlichkeit,
einen feinfühligen Beobachter und ernsten Menschen, der
sich in keine Schublade stecken ließ.[mehr...]
(Rieke Hümpel/NWZ Oldenburg) |
Ein Buch, das nicht nur gut
riecht und in dem das Schmökern Spaß macht. Entlang
Flesners Biografie kann man einen spannenden Spaziergang durch
Rock’n’Roll, Beat und Schlager, Musik- und Kulturgeschichte
unternehmen.
(Wolfgang Rumpf/Programmchef Nordwestradio) |
Gut gemacht! Wenn man so manches
liest, möchte man eigentlich sagen: Hannes, lass’
uns ein Bier zusammen trinken. Aber das ist ja leider nicht
mehr möglich. Deswegen herzlichen Dank für diese Hannes-Flesner-Biografie!
(Dieter Thomas Heck/Showmaster-Legende) |
Fünf Sterne! (Höchstwertung!)
Nur wer Ostfriesland kennt, versteht und liebt kann so schreiben.
Lesen kann es dagegen jeder; ja sollte es sogar. Mit „Gröön-Bohnen-Rock’n’Roll“
ist Werner Jürgens ein tolles Buch über ein wichtiges
Stück gesamtdeutscher Musik- und Kulturgeschichte gelungen.
Ostfriesland hat eben mehr zu bieten als Wind, Wellen, Deiche
und Otto. Danke dem Autor, Dank an Hannes Flesner! [mehr...]
(amazon.de Redaktion) |
Wichtig ist, dass man am Ende
des Buches verstanden hat, warum Flesner eine solche Laufbahn
eingeschlagen hat, dass man die Zusammenhänge und die Mechanismen
im so genannten Showgeschäft erkennt. Das alles schildert
Jürgens nicht auf die reißerische Art eines Enthüllungsjournalisten,
sondern auf eine sehr menschliche Weise mit deutlicher Sympathie
für das Objekt seiner Untersuchungen. [mehr...]
(Mike Kamp/Folker) |
Als "fröhlicher
Ostfriese" begeisterte Hannes
Flesner in den 70er und frühen 80er Jahren das deutsche
Fernsehpublikum. Obwohl er bereits 1984 verstarb, hat der
urige Barde nach wie vor jede Menge Fans. Fast 20 Jahre nach
seinem Tod hat der Autor Werner Jürgens jetzt eine Biografie
des Sängers vorgelegt. Neben bekannten Seiten offenbart
sie auch eine Menge unbekannte Seiten des ersten plattdeutschen "Schangsongjees",
wie sich Flesner gern selbst nannte. [mehr...]
(Günther Gerhard Meyer/Emder
Zeitung) |
Seine
Markenzeichen waren Elbsegler-Mütze, Fischerhemd, rotes
Halstuch, Pfeife und Akkordeon. Damit bediente Hannes Flesner
in den 70er Jahren das Bild des Klischee-Ostfriesen. Der Mann,
der lange vor Otto Waalkes die Ostfriesenwitze populär
machte, wurde deshalb oftmals verkannt, wie sich NDR-Redakteur
Gerd Spiekermann erinnert. «Hannes war Profi durch und
durch, ich habe viel von ihm gelernt», sagt Spiekermann,
heute selbst einer der profiliertesten Mundart-Journalisten
im Norden. [mehr...]
(Pressebericht der Agentur ddp zum 20. Todestag von Hannes
Flesner) |
Vom
Berufs- zum Kult-Ostfriesen
Zum 20. Todestag von Hannes Flesner – Anerkennung
kam erst spät
Als Hannes Flesner vor 20 Jahren am 12. Juli
1984 verstarb, widmete sogar die BILD-Zeitung dem „Berufs-Ostfriesen“
einen Nachruf. Der Titel kam nicht von ungefähr. Seit
den frühen 70er Jahren hatte der urige Barde auf Schallplatten,
Bühnen und in den Medien wie kein zweiter all jene Klischees
bedient, die als „typisch ostfriesisch“ galten:
ein gemütliches Dickerchen mit Schiffermütze und
Fischerhemd, Pfeifchen im Mund und immer ein „Döntje“
parat. Dass Hannes neben seinen Fetenhits wie „Teewalzer“
oder „Bottermelk-Tango“ auch tiefgründige
„Schangsongs“ in petto hatte fiel häufig
ebenso unter den Tisch wie die Anerkennung seiner Vorreiterrolle
als plattdeutscher Liedermacher. Ob Laway, Moin oder Jan Cornelius,
Flesner ebnete ihnen und anderen den Weg. Gleichermaßen
war er noch vor dem Durchbruch von Otto Waalkes die Leitfigur
der Ostfriesenwitze-Welle. Wer weiß, ob das Phänomen
Otto ohne Hannes überhaupt möglich gewesen wäre.
Mit Sicherheit hätte sich unser „friesische Götterbote“
wesentlich schwerer getan.
Doch Hannes Flesners Schaffenswerk bietet weitaus
mehr Facetten. Zunächst als Volontär und Redakteur
beim Ostfriesischen Kurier in Norden beschäftigt ging
er 1956 nach Hamburg zur BILD-Zeitung und wurde dort ein „wegweisender
Musikjournalist“, wie die Tageszeitung „taz“
anerkennend bemerkt. In der Tat war es Flesner, der für
das Springer-Blatt das Rock & Pop-Ressort aufbaute und
damit wiederum Pionierarbeit leistete. Heutzutage kaum mehr
wegzudenken, wurde das, was Künstler wie Louis Armstrong,
Ella Fitzgerald, Bill Haley oder Elvis Presley zum Besten
gaben, damals nämlich selbst von den meisten Journalisten
- sofern sie es denn überhaupt wahrnahmen - despektierlich
als „Hottentotten-Musik“ abqualifiziert. Hannes
Flesner hegte hingegen die ehrliche Absicht, seinen Lesern
die neuen Trends tatsächlich nahe zu bringen, wobei er
einen frischen, jedoch selten sensationslüsternen Stil
an den Tag legte. Das meiste von dem, was er geschrieben hat,
ist deswegen nach wie vor äußerst lesenswert geblieben.
So erklärte er z.B. anhand eines Schrittmusterbogens,
wie man richtig Twist tanzt. Ganz nebenbei erkannte er als
einer der wenigen bereits früh das Potential der ersten
Beatles-Platte mit Tony Sheridan. Als Flesner 1965 Pressechef
der Plattenfirma Philips wurde, leistete er dann wichtige
Schützenhilfe für den deutschen Karrierestart von
späteren Superstars wie Abi & Esther Ofarim, Alexandra,
Black Sabbath, Genesis, Kraftwerk, um nur einige Namen zu
nennen. Bis heute sind auf vielen Platten-Covern Texte zu
finden, die ursprünglich aus der Feder des Ostfriesen
stammen.
Was „progressive“ und „ernste“
Musikliebhaber ihm lange nicht verzeihen konnten, war seine
Affinität zum Volkstümlichen und zum Schlager. Hannes
hatte diesbezüglich nie irgendwelche Berührungsängste.
Er textete und produzierte etliche Schlager und zwar nicht
nur für sich, sondern ebenso für andere, darunter
viele Interpreten, die mittlerweile Kultstatus genießen
(z.B. Rex Gildo, Nana Mouskouri, Lisa Fitz, Trude Herr, Lale
Andersen, Willy Millowitsch, Henry Vahl). Wenn man an Guildo
Horn & Co. denkt, war Flesner auch hier seiner Zeit ziemlich
weit voraus. Insofern scheint es eine Art späte Wiedergutmachung,
dass der „Berufs-Ostfriese“ 20 Jahre nach seinem
Tod inzwischen längst selbst zum Kultstar oder –
wie es einer seiner Journalistenkollegen einmal treffend formulierte
– zum „Kult-Ostfriesen“ geworden ist.
(Ostfriesischer Kurier,
12. Juli 2004)
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